Holland - Ostfriesland


Wochenende - 3 Tage - Tour 

 

Unsere erste Tour mit einem Wohnmobil war ein voller Erfolg! Und wir haben festgestellt, wir mögen es und uns gefällt diese Art. Auch wenn es etwas eng war, gerade auch weil wir sehr große Menschen sind. Allerdings haben wir uns wohl, entgegen des Rates eines Freundes, eine etwas zu große Strecke vorgenommen. 

 

1. Tag - Niederlande Urk am Ijsselmeer
Wir sind nachmittags, nach der Einweisung in das Wohnmobil, noch bis zum Ijselmeer gefahren, wie geplant. Der Platz am Hafen wurde auch mit Navi schnell gefunden. Allerdings waren wir zu müde um, wie geplant, noch in einem Restaurant eine Pizza zu essen. Mit Mühe, müde und vor Kälte zitternd, habe ich noch so gerade eben den Stromanschluss am Anschlusskasten hergestellt. Das war es auch schon. Kein Münzeinwurf, einfach Kabel rein und gut.
Dann wurde noch schnell der Gasherd angeworfen und Miracoli gekocht, welches wir bei ein wenig TV gegessen haben. Ende - des Tages und der Kraft, aber zufrieden. Kurz darauf sind wir völlig müde eingeschlafen.
Leider liegt der Stellplatz am Hafen direkt neben einer Strasse die zu einem Restaurant auf der Mole führt, wodurch noch vorbei fahrende Auto's und plaudernde Menschen bis nach Mitternacht den Schlaf störten.

Am nächsten Morgen gab es erst einmal ein gemütliches Frühstück mit Instant Kaffee und Zitronentee vom Gasherd. Und wir stellten fest dass wir trotzdem gut geschlafen hatten und die Betten auch nicht zu klein für uns waren. Gegen kurz nach 10h kam der Hafenmeister mit seinem Golfplatz-Caddy-ähnlichen Wagen vorbei gefahren und kassierte die Stellplatzgebühr von 7,50€. Halber Preis im Winter. Dafür konnte man noch in dem Toilettenhäuschen am Hafen duschen (was wir nicht genutzt haben), die Toilette benutzen und vermutlich auch Wasser tanken (haben wir ebenfalls nicht genutzt). Dann noch ein wenig am Hafen fotografieren und schon ging es weiter

 

2. Tag - über das Ijsselmeer nach Sneek, Lauwersoog und Groningen nach Deutschland bei Leer, nach Norden, an der Nordseeküste entlang nach Wilhelmshaven
Wir fuhren aus Urk heraus und süd-westlich um die Strasse über den Houtribdijk zu nehmen; einem Damm über das Ijselmeer um dann weiter nördlich über den Afsluitdijk nach Sneek zu kommen. Hier fuhren wir zum Yacht-Charter Sneek um uns einmal die Mietboote anzusehen. Wir wollen gerne auch irgendwann einmal eine Woche mit einem solchen Boot über die kleinen Kanäle und Seen fahren und die Landschaft und Ruhe genießen. Leider war die Yachtvermietung geschlossen - Winter eben.

Also fuhren wir weiter, jedoch nicht entlang unserer ehemals geplanten Route. Wir mussten feststellen, dass die Tour sich doch länger hinzieht als gedacht und so fuhren wir statt an der Nordsee entlang auf direktem Wege über Groningen nach Norden.  Hier wollten wir eigentlich am Kai ein wenig bleiben und die Nordsee und den Blick nach Norderney genießen, doch es war schon spät und wir hatten Hunger. Also fuhren wir über die Hauptstrasse von Norden Richtung Norddeich, wo wir in einem gemütlichen Restaurant Fisch assen. 

Da uns der Weg nach Wilhelmshaven an der Nordsee entlang für diesen Tag zu lang erschien, weil es auch schon dunkel wurde, entschossen wir uns einen Stellplatz in der Nähe zu suchen zum übernachten. Also fuhren wir kurzerhand nach Blomberg bei Esens. Ein ruhiges, kleines Stätdchen in dem wir den Stellplatz nach einer kleinen Irrfahrt auch fanden. Jedoch mussten wir feststellen, dass die Sanitärbox zum Ver- und Entsorgen von Wasser und dem Chemie-WC verschlossen war und erst wieder zu April betriebsbereit war.

Da wir aber unbedingt komplett Ent- und Versorgen mussten am Sonntag, suchten wir einen anderen Stellplatz. Fehlanzeige, Winter. Weit und breit gabe es nur entweder in Greetsiel einen Stellplatz der auch zu dieser Zeit alles bot, oder unser vorher bestimmtes Ziel: Nautico in Wilhelmshaven. Zurück wollten wir nicht und so fuhren wir nach Wilhelmshaven.

Der Stellplatz war, bis auf einige Plätze, fast voll belegt zu unserem Erstaunen. Kurz das Womo an den Strom angeschlossen (1€ für 6 Stunden), an der Kasse des Freizeitbades, hinter dem sich der Stellplatz befindet, eingechecked (wie laut Info verlangt; 8€ für die Nacht) und Brötchen für den nächsten Morgen bestellt.

Dann haben wir gemütlich zu abend gegessen, im Womo gekocht, und sind bei herrlicher Stille eingeschlafen.

Am nächsten Tag gab es frische Brötchen an einem kleinen Stand im Freizeitbad. Dann wurde gemütlich gefrühstückt und bevor wir los fuhren die Chemie-Toilette und das Grauwasser geleert und der Wassertank neu aufgefüllt.

3. Tag - Heimreise
Wie schon am Vorabend geplant fuhren wir danach eine Strecke an der Nordsee entlang. Zwar nicht die ganze vormals geplante Strecke, aber wir fuhren nach Horumersiel, Harlesiel und Neuharlingersiel um ein wenig Gegend und Häfen zu genießen. Am frühen Nachmittag ging es dann wieder heimwärts

 

Dies war unsere erste 'Schnuppertour' und wir haben festgestelt, dass unser Fahrzeug, ein Carado 447 für uns okay war. Trotz unserer Größe hatten wir uns relativ schnell an die Enge gewöhnt und auch die Sitzecke war gemütlich geworden. Man muss Abstriche machen, keine Frage, aber dafür kann man hier und da sein, viel sehen und hat trotzdem seine gewohnten '4-Wände' um sich.

Wir haben die Dusche getestet, die für uns zwar ziemlich klein war, jedoch für solche Fahrten durchaus ausreicht.
Das Fahrzeug hatte glücklicherweise ein Raumbad (eine Tür zur Trennung von Bad, Dusche und Schlafraum kann zur Küche und Wohnraum geschlossen werden um das Bad zu vergrössern) so dass auch die Benutzung der Toilette möglich war und auch einigermassen bequem. Bei geschlossener Türe hätte keiner von uns darauf Platz gefunden.

Die Sitzecke war durch die drehbaren Vordersitze (Fahrer und Beifahrer) groß genug und bequem um an dem Tisch zu essen und auch auf dem TV an der Einstiegstüre etwas fern zu sehen.
Eine vollautomatisch ausrichtende SAT-Anlage brachte binnen Minuten die Sender ins TV.

Der Kühlschrank musste zunächst am Landanschluss (Strom) in Urk auf Leistung gebracht werden, da die Kühlung mit Gas während der Fahrt etwas mäßig erschien. Danach wurde er auf Automatik gestellt so dass je nach Verfügbarkeit Strom bzw Gas genutzt wurde.

Der 3-Flammen-Gas-Kocher war ausreichend und tat seinen Dienst gut, auch wenn man sich erst an das Kochen mit Gas etwas gewöhnen musste.

Die Heizung musste während der gesamten Zeit wenigstens auf kleinster Stufe in Betrieb sein (Gas) um ein Einfrieren des Wasservorrates im Womo zu verhindern. Von den 2 zur Tour gehörenden Gasflaschen war jedoch die Erste nach Rückgabe noch nicht leer.

Alles in Allem ein geglücktes Wochenende und eine schöne Tour. Wir freuen uns auf unsere Tour im Herbst bei der es eine Woche lang durch die Alpen geht, durch die Schweiz, Österreich und Bayern

 

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