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Schliersee

Reisebericht Schliersee / Bayern

Anreise
Diesen Urlaub haben wir mit dem Auto unternommen, was uns dank unseres neuen Van's leicht und bequem gefallen ist.

Die gemütliche Anfahrt von knapp 6 Stunden quer durch Deutschland mußten wir bei Bad Hersfeld dank eines umgekippten Fetttransporters und der dadurch gesperrten A7 mit einem abenteuerlichen Umweg durch den örtlichen Forst unterbrechen. Eine Pause bei Geiselwind kam uns ebenfalls sehr gelegen.

Ansonsten war der Weg durch die Rhön wie immer gemütlich. Lediglich das Verkehrsaufkommen war trotz des Wochenende doch relativ hoch. Jedoch gab es keine weiteren Staus oder Behinderungen. Selbst am Münchener Ring ging es zügig voran.

 

Pension

Unsere Pension, von einem älteren Paar geleitet, war urtypisch bayrisch mit ebensolchem teils freundlichen, teils ruppigen Umgangston. Das Zimmer war ausreichend, wenn auch ein wenig den späten 60er Jahren entsprungen. Das Bad ein wenig gewöhnungsbedürftig und es hätte schon etwas sauberer sein können.

Für uns jedoch noch ausreichend, da wir eh den ganzen Tag unterwegs waren.


Ausflüge

1. Tag

Nach unserer Ankunft wanderten wir durch den Ort und bestiegen dann eine Kutsche für eine einstündige Rundfahrt. Ein herrlicher Einstieg in das ruhige Landleben und unseren Urlaub.

Ein kleiner Rundweg zum Schliersee war dann auch noch drin um die direkte Gegend etwas kennen zu lernen.

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2. Tag

Heute ging es zum Spitzingsee auf gut 1085m wo wir die Seilbahn (offene vierer Sitzbank) zum Stümpfling nahmen. Die Bergstation liegt auf 1484m. Dort sind wir ein wenig herum gewandert, haben uns erfrischt, den Fussweg zum Rosskopf auf 1580m genommen und herrliche Ausblicke auch ins Nachbartal genossen.

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3. Tag

An diesem Tag, der Geburtstag unserer Tochter, fuhren wir nach München um dort den Zoo Hellabrunn zu besuchen. Ein herrlicher Tag mit viel Sonne, doch nicht zu warm. Und ein schöner Zoo, wenn auch kleiner als wir für diese große Stadt vermutet hatten. Jedoch sehr schön aufgeteilt und bebaut.

Eine kleine Stadtrundfahrt brachen wir nach dem Nymphenburger Schloss ab, da sich offensichtlich gerade die Strassenbauarbeiter in München ein Stelldichein gaben, was letztendlich nur zu Frust führte, worauf wir wieder Richtung Schliersee fuhren.

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4. Tag

Nach einem Tipp unserer  Vermieterin besuchten wir den Josefstaler Wasserfall am Ende des Schliersee's in Josefstal, direkt unterhalb des Spitzingsee's. Ein herrliches Fleckchen wenig berührter Natur.

Danach ging es noch per Seilbahn (kleine Gondeln) zur Schliersbergalm hinauf mit Blick über den Schliersee. Hier genossen wir eine leckere Brotzeit und nahmen dann, unglücklicherweise, die Sommerrodelbahn ins Tal hinunter. Man kann hier ebenso hinunter wandern oder wieder die Seilbahn nehmen. Für Menschen die kleiner sind als wir ist sicher auch die Sommerrodelbahn ein Erlebnis. Für uns war sie das auch, allerdings im Sinn von beschwerlich bei unserer Größe.

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5. Tag

Heute ging es nach Österreich. Eine lange Tour war geplant. Zum Tegernsee hinüber, an Bad Kreuth vorbei nach Österreich. Vorbei an dem herrlich grün-blauen Achensee und hinein ins Zillertal. Unser Ziel war der Schlegeisspeicher auf 1800m. Die Fahrt durch das Zillertal war wenig interessant. Jedoch änderte sich dies abrupt, nachdem wir hinter Mayrhofen bei Gstan durch den Harpfnerwandtunnel fuhren. Hier gelangten wir in das Zamser Tal und fuhren annähernd am Talboden in Reichweite des Zemmbach und später am Zamser Bach entlang durch herrliche Natur bis zur Staumauer des Schlegeisspeichers und in Serpentinen hinauf bis zum Kopf der Staumauer.

Eine kleine Pause in dem direkt an der Staumauer gelegenen kleinen Gasthof mit Blick auf den Stausee und die ihn umgebenden 3.000 bis 3.500 Meter hohen Berge und Gletscher entschädigten die lange Fahrt bei weitem. Nur kurz hinter der italienischen Grenze, welche sich auf dem Bergkamm der umgebenden Berge entlang zieht, findet man sich hier inmitten der Alpen unter hohen Bergen mit Schnee bedeckt und kann einen Blick auf Gletscher werfen.

Auf dem Rückweg nahmen meine beiden Mädchen noch ein erfrischendes Bad im Zemmbach, der trotz des sonnigen Tages doch recht kühl war.

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6. Tag

Einem erneuten Tip unserer Vermieter folgend besuchten wir heute den Tatzelwurm, eine Schlucht, ein tiefer Einschnitt den ein Bach hier gegraben hat und in malerischer Schönheit und atemberaubenden, selbst gegrabenen Becken dem Tal entgegen fällt.

Anschließend ging es wieder zum Spitzingsee wo wir diesmal mit der Seilbahn zum Taubenstein hinauf fuhren auf 1613m. Und da wir gerne auch den Gipfel erleben wollten, nahmen wir den Fussweg zum Gipfel auf 1692m. Allerdings sind die letzten 50-70m Höhenunterschied nur mit festem Schuhwerk und Schwindelfreiheit zu bewältigen, da man hier tatsächlich auf dem rauhen Fels empor klettern muss, wenn auch nicht mit Bergsteigerausrüstung.

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7. Tag

An diesem Tag fuhren wir querfeldein nach Berchtesgaden. Hinter Bayrisch Zell, wo wir schon Tage zuvor herum geschlendert waren, ging es über Kufstein vorbei am Walchsee über Reit im Winkel nach Berchtesgaden, wo wir auch einen Abstecher nach Marktschellenberg unternahmen. Der Abstecher zum Kehlsteinhaus entpuppte sich als touristisches Fiasko, denn ausser Horden von Touristen, einem verstopften Parkplatz unterhalb des Kehlsteinhauses und einer anstrengenden Bergfahrt auf 25% Gefälle hinter Reisebussen her, welche kaum diese steile und serpentinenreiche Strecke bewältigten, minimierte sich der Aufenthalt dort auf den Besuch einer Toilette um dann schnellstens wieder diesen Ort zu verlassen.

Der Rückweg nach einem kleinen Mittagessen in Marktschellenberg führte am Randgebiet von Salzburg vorbei über die Autobahn zurück, mit einer kleinen Rast am Chiemsee.

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Rückreise
Auf dem Rückweg nahmen wir einen Umweg über Stuttgart, wo wir ebenfalls ein wenig aßen. Der weitere Rückweg sollte uns noch zu einem Aufenthalt in Heidelberg führen, jedoch wurde das Wetter zu schlecht und auch der Weg durch zähfließenden Verkehr zu langwierig, so dass wir letztendlich bei Würzburg wieder den Weg durch die Rhön nach Hause einschlugen.

Ein wunderschöner Urlaub den wir wiederholen werden. Jedoch in einer anderen Pension oder Hotel.