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Birmingham / UK

Reisebericht Birmingham / UK
Anreise
Die Anreise teilte sich in die Fahrt mit dem Mietwagen zum Flughafen Düsseldorf, den Flug selber nach Birmingham und der abschließenden Fahrt mit dem Mietwagen zum Hotel.

Wie schon öfter ist die Wahl der Reiseroute zum Flughafen Düsseldorf ein kleines Glücksspiel um die richtige Strecke zu wählen. Natürlich führen alle der vier von mir vorrangig zur Wahl stehenden Routen nach Düsseldorf, doch muss man auch nach sorgfältiger Prüfung von Uhrzeit und Verkehrsfunk ein wenig Glück haben die richtige Strecke gefunden zu haben. Hin und wieder wird man doch mit einem Stau überrascht, auch wenn man extra die staufreie Strecke gewählt hat oder die, welche zu dieser Tageszeit am freisten scheint.

Für mich hat sich meisst die Route über die A2 bis Duisburg und von dort weiter über die A3 und A52 zum Flughafen bewährt. Hier umfährt man zum größten Teil die markanten Staustrecken des Ruhrgebietes und hat doch ausreichen Ausweichpotenzial um über einige Umwege schnell wieder auf der ursprünglichen Route zu sein.

Der Flug von knapp 80 Minuten gestaltete sich trotz des typischen City-Jets für knapp 100 Personen und dem bedeckten Wetter erfreulicherweise ruhig.

Und auf der knapp 60 minütigen Strecke vom Flughafen Birmingham zum Hotel konnte man sich schon an den Linksverkehr gewöhnen.

Verkehr
Die Strassen sind gut ausgebaut, jedoch öfter nicht fließend gebaut und reparaturbedürftig. Sie sind schmaler als unsere Strassen, zumindest hat man den Eindruck. Und die Fahrweise ähnelt der in China, abgesehen vom Linksverkehr. Es wird hier ebenfalls flüssig und zügig gefahren ohne größeres Zögern, wodurch der typische deutsche Autofahrer zunächst überfordert ist, da er klare Linien auf der Strasse sowie klare Verkehsvorgänge kennt. In England wird ähnlich wie in Frankreich und China gefahren: Verkehrszeichen sind nett, helfen auch, aber Trumpf ist die anpassungsfähige Fahrweise, die mal zügig mal riskant untereinander angepasst funktioniert. Auch wenn man hier und da den Eindruck hat, jeder fährt nach seiner Nase.

Gewöhnungsbedürftig ist in jedem Fall der Linksverkehr. Anfängern wird es auf jeden Fall schwer fallen den typischen Links-Rechts-Blick umzukehren und auch beim Abbiegen die richtige Strassenseite zu treffen. Da findet man sich schon zu Anfang einmal vor der Haube eines an der Ampel stehenden Autos oder fährt auf der Abbiegespur des Gegenverkehrs.

Zudem kommt der Tausch des Ganghebels auf die linke Seite, wobei die Fusshebel identisch der deutschen Belegung ausfallen. Doch nach ein wenig Übung und Vorsicht kann man auch dies beherrschen.

Hotel

Unser Hotel war ein 'Holiday Inn Express' direkt am Motorway 6 hinter einem kleinen Wall gelegen. Die Schnellstrasse hörte man in dem Zimmer nicht, allerdings lag mein Zimmer auch direkt im Erdgeschoss am Wall, so dass die Aussicht daraus sich auf ein wenig Grün und den Wall selber unmittelbar vor dem Fenster beschränkte. Jedoch reicht dies völlig aus, denn man will ja eh nur übernachten, ein wenig TV schauen oder lesen und schlafen. Zwei Einzelbetten, ein TV, ein kleiner Schreibtisch, ein getrenntes Bad mit Badewanne und Duschvorhang, alles was man benötigt. WLAN war kostenlos erhältlich gegen ein tägliches Billet an der Rezeption.

Das Hotel war zweckmäßig und in klaren Linien aufgebaut. Der Frühstücksraum erinnerte ein wenig an ein typisches Mc Donalds Restaurant was die Möbel etc. betraf, jedoch war dies völlig ausreichend.

Das Frühstück war für deutsche oder internationale Verhältnisse recht übersichtlich. Es gab Rührei, welches allerdings eher an Rühreipulver erinnerte, da es oft sehr hell und cremig war. Speck wurde durch Würstchen ersetzt welche mehr an fettige Sägespäne erinnerten. Dafür waren die Bohnen vorzüglich. Dann konnte man noch zwischen etwas Brot, etwas Käse und Wurst und etwas Müsli wählen. Alles in Allem relativ karg und gewöhnungsbedürftig.

Birmingham
Eine typische englische Stadt mit den üblichen roten Backsteinhäusern, gemischt mit Moderne, alten und oft sehr schönen Gebäuden, durchzogen immer wieder von grünen Ecken. An einem Tag, wo wir Gelegenheit hatten uns die Stadt anzusehen, konnte man alles zu Fuss erkunden. Der Stadtkern, den Teil den wir abliefen, war nicht zu betonmäßig und steril gebaut. Wir spazierten vom National Life Sea Centre am Central Square am Bahnhof Birmingham New Street Station vorbei, durch das Bullriding Shopping Centre bis hoch zur Newton Street und zurück an der Birmingham Cathedral und dem Victoria Square vorbei, entlang dem alten Kanalsystem wieder zurück zum Parkhaus am Central Square. Es gibt hier nicht nur graue Strassen wie am Bahnhof zu sehen. Rund um das Bullriding Shopping Centre begeht man eine kleine Fussgängerzobe und kann herrlich shoppen oder einfach nur gucken. Durch Zufall gelangten wir durch die Great Western Arcade, eine kleine Shoppingmeile die schon um 1870 gebaut wurde und immer noch einen eigentümlichen Reiz hat von alten Fenstern, Gängen, gläsernen Dächern und kleinen Geschäften darin. Ebenso interessant war das alte Kanalsystem auf dem wir immer wieder die hier typischen Boote, Narrowboat, trafen, welche durch die damals nur sehr schmal zu bauenden Kanäle nur knapp 2m breit und dafür aber auch schon gut 20m lang sein können. Früher als Lastkähne gebaut dienen diese heute umgebaut oft als Ausflugsboot, für kleine Feiern und Feste oder gar als Wohnboot und sind ein herrliches Bild.

 
Menschen
Größtenteils kamen wir nur mit den Kolleginnen und Kollegen unserer Niederlassung dort zusammen. Sie sind ein freundlicher Menschenschlag  und selbst ein Einkaufscentren fühlte man sich nicht völlig fremd. Es geht hier auch oft viel ruhiger zu als bei uns, nicht so hektisch.

Allgemeines

Es fällt auf, dass Häuser und Strassen allgemein kleiner, schmaler gebaut sind als bei uns. Wenn man durch Wohngebiete fuhr war man schon erstaunt, wie klein die Häuser oft gebaut waren und man stellte sich unwillkürlich vor, wie man als Mensch von gut 190cm in solchen Häusern mit der Enge darin zu kämpfen hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich auch das diese Häuser sehr gemütlich sein können und durchaus Charme haben, gerade was ältere Häuser angeht in denen man die behagliche, enge Athmosphäre aus früheren Zeiten auf jedem Meter spürt.

Allerdings waren gerade in Willenhall auch viele Gebäude verwohnt, ungepflegt, hier und da reparaturbedürftig und vernachlässigt. Jedoch wird das so nur der typische Deutsche sehen, dem ja eine große Portion an Penibilität und Sauberkeit zu Eigen ist. Hier ist auch nicht jeder Quadratmeter mit Pflaster ausgelegt oder Erdflächen gepflegt und bepflanzt.

 
Rückreise
Die Rückreise war ebenfalls angenehm was den Flug anging. Ich hatte bei kleinen Jets welche um die 80-100 Personen fassen eigentlich negativere Erfahrungen gesammelt.


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